Achtelfinale Saarlandpokal 2018/19 - 1. FC Landeshauptdorf - FC 08 Homburg / 17.11.18 / 14:15 Uhr / 2:1 n.V.

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    • +++ Kritik an Polizeieinsatz beim Derby +++

      Nachdem es bereits beim Homburger Gastspiel in Mannheim vor vier Wochen zu einem völlig überzogenen Polizeieinsatz bei der Rückankunft von etwa 120 FCH-Fans am Homburger Hauptbahnhof kam (Kurvennewsberichtete), gab es am Samstag beim Saarlandpokalspiel des FC Homburg gegen die Landeshauptstädter in Völklingen erneut viel Kritik der FCH-Fans wegen den polizeilichen Maßnahmen.

      Im Gegensatz zu den Derbys der letzten Jahre, gab es diesmal keine gemeinsame Zugfahrt der FCH-Fans zu der Partie. Aufgrund der immer größeren Schikanen und überzogener Vorgehensweisen der Polizei, wie bei der Zugfahrt nach Mannheim, und des doch recht weiten Fußwegs über Umwege vom Völklinger Bahnhof zum Stadion reisten die etwa 300-350 FCH-Fans überwiegend mit zwei Bussen und in Autos an. Lediglich eine kleine Gruppe von etwa 40 Personen entschied sich mit dem Zug zum Spiel zu fahren. Aufgrund der unterschiedlichen Anreisemöglichkeiten und aufgrund dessen, dass die Polizei nicht wusste, wie die befreundeten Fans aus Hoffenheim anreisten, war im Vorfeld schon eine gewisse Anspannung bei der Polizei zu spüren. Die Anreise der Homburger Anhänger mit dem Zug zum Spiel lief nach Angaben der Zugfahrer störungsfrei. Wie die Webseite Völklingen im Wandel - DIE Webseite über Völklingen berichtete, gab es lediglich von Völklinger Anwohnern Beschwerden über "Wildpinkler". So soll der schöne Weihnachtsbaum vor der Versöhnungskirche unter Aufsicht der Polizei zum urinieren benutzt worden sein. Lieder wie "Oh Tannenbaum" sollen dabei gesungen worden sein.

      Bereits vor dem Spiel gab es Beschwerden von FCH-Fans über willkürliche Identitätsfeststellungen. So wurden z.B. von den Besatzungen mindestens zweier vollbesetzter Firmenwagen, die in Hessen und Nordrhein-Westfalen zugelassen sind, die Personalien aufgenommen, obwohl die Insassen nachweislich aus dem Homburger Raum stammten.
      Während des Spiels blieb es, abgesehen von kleineren Vorfällen wie wechselseitigen vereinzelten Becherwürfe zwischen dem Gästeblock und den benachbarten Stehrängen, ebenfalls friedlich. Obwohl im Nachbarblock eine kleine Gruppe von etwa 15 Personen über 120 Minuten nur drauf aus war die Homburger Fans zu provozieren und mehrmals den Zaun zum Pufferblock bestiegen, gab es seitens der Polizei kein Einschreiten gegen diese Personen. Dafür gab es dann aber mit dem Abpfiff weitere Identitätsfeststellungen gegen die Becherwerfer im Homburger Block.

      Nach Spielende wurden große Teile der FCH-Fans oberhalb des Stadions auf einem Parkplatz in einem Polizeikessel festgehalten. Aufgrund von polizeilichen Maßnahmen, so die Ansage der Polizei über die Lautsprecher, dürften viele der Fans den Polizeikessel erst verlassen, wenn die polizeilichen Maßnahmen abgeschlossen seien. Nach wenigen Minuten durften die Busfahrer zwar den Polizeikessel verlassen, allerdings war der Bus nicht auffindbar, so dass die Busfahrer in unterschiedliche Richtungen liefen, um den Bus zu suchen. Da die Polizei nun davon ausging, die Fans seien auf der Suche nach FCS-Fans wurden sie wieder eingekesselt und festgehalten. Bei der Aktion gab es dann zwei weitere Identitätsfeststellungen, sowie eine verletzte Person. Ein 56-jähriger Homburger Anhänger, der mit dem Fanbus angereist war, wurde dabei von zwei Polizisten zu Boden gedrückt und verletzt. Der Fan musste noch vor Ort mit Verdacht auf einen Handgelenkbruch ärztlich versorgt werden.
      Während die Busse inzwischen auf dem Heimweg waren, wurden die Zugfahrer und weitere vermeintliche Zugfahrer weiter festgehalten und einige von ihnen ebenfalls einer Identitätsfeststellung unterzogen. Warum die Personalien der Zugfahrer festgestellt wurden, ist bis heute nicht in Erfahrung zu bringen. Hier bleibt die Frage offen, inwieweit diese Maßnahme der Polizei folgenlos bleibt.

      Wenn selbst die Szenekundigen Beamten (SKB) von übertriebenen polizeilichen Maßnahmen sprechen, ist es Zeit den Polizeieinsatz zu hinterfragen und die verantwortliche Einsatzleitung zur Rede zu stellen, zumal es alles in allem ein friedliches Derby war.

      Eine Farce, zumal kurz zuvor in der Saarbrücker Zeitung noch zu lesen war, dass die letzten zehn Derbys zwischen Homburg und Saarbrücken, bei denen 3042 Polizisten im Einsatz waren, den Steuerzahler knapp 1,2 Millionen Euro gekostet haben.

      Quelle: Motzkolonne FB
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    • Vorfälle rund um das Pokalspiel

      Der FC 08 Homburg hat den Unmut einiger seiner Anhänger nach dem Pokal-Achtelfinale gegen den 1. FC Saarbrücken in Völklingen mit Bedauern zur Kenntnis genommen.

      Die Vorwürfe der eigenen Anhänger über übertriebene und unangemessen harte Vorgehensweise der Polizei im und um das Hermann-Neuberger-Stadion nimmt der Verein ebenso ernst, wie er die Probleme kennt, mit denen die Polizeikräfte während ihrer Einsätze bei Fußballspielen konfrontiert werden. Der FC 08 Homburg will sich deshalb mit Verantwortlichen der Polizei treffen und die Vorwürfe sowie einzelne Fälle ansprechen.

      FC 08 Homburg - News-Artikel
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    • Hm, Sam, da schießt Du aber komplett an dem Beschriebenen vorbei. In Deinem Beitrag verurteilst Du "solche Fans", statt auf das zuvor von der Motzkolonne dargestellte Vorgehen der Polizei einzugehen.

      Genau dieses Bild von "solchen Fans" sollen diese Einsätze auch erzeugen. Und dem Steuerzahler soll signalisiert werden, dass die Polizei eingreift. Dass dies meist willkürlich geschieht und eben gerade nicht dann, wenn Eskalation wirksam entgegen gewirkt werden könnte, wird dann meist nicht mehr thematisiert.

      Garantiert werden solche komplett anlasslos getroffenen skandalösen Maßnahmen (Kessel, Handbruch, wo kommen wir denn da hin?) hinterher noch zum Anlass genommen, das Polizeiaufgebot das nächste Mal noch zu erhöhen.

      Dem sollte von Vereinsseite und von den Fans deutlich widersprochen werden. Alle Vorfälle sollten vorgebracht und notfalls die Einsatzleitung und einzelne Polizisten, die unverhältnismäßig Gewalt angewandt haben, zur Rechenschaft gezogen werden.

      Mir geht schon dieses Ordnergetue in Block 3 bei jedem noch so popeligen Heimspiel auf die Nerven. Da werden Kinder angebafft, die den Zaun hochklettern. Was soll der Scheiß? Dann ist das hier Beschriebene aber noch ein paar Nummern härter. Wichtig ist, dass diese Leute in Uniform sich nicht wegen der Uniform alles erlauben können. Ein Idiot in Uniform bleibt immer noch ein Idiot!
    • Es ging doch schon vor dem Spiel los. Da kommen 2 Fahrzeuge mit nicht HOM Kennzeichen. Alle Insassen sind jedoch aus Homburg.

      Direkt kommt die Polizei und alle Mitfahrer werden eingekesselt und sofort eine Identitätsfeststellung vorgenommen. Alle Ausweise mussten vorgezeigt werden und es wurden Bilder gemacht.

      Die Polizei war dabei sehr aggressiv.

      Das es sich dabei um Dienstwagen handelt war der Polizei egal. Diese ging selbst nach Kontrolle der Ausweisdokumente davon aus, dass es "Krawalltouristen" sind.

      Erst als ein Homburger Kontaktpolizist dazu kam und dieser mit dem Einsatzleiter sprach entspannte sich die Situation.

      Unter den hier genannten Personen waren Freunde seines Sohns sowie ein FCH Betreuer (oder ehemaliger).
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    • Austausch zwischen FC 08 Homburg und Polizei

      Das Treffen zwischen dem FC 08 Homburg und Führungskräften der Einsatzpolizei ist gut und sachlich verlaufen. Grund für das anberaumte Treffen waren vereinzelte Vorwürfe seitens FCH-Anhänger über mutmaßlich unangemessenes Vorgehen der Einsatzkräfte während und nach dem Pokal-Achtelfinale in Völklingen. Die einzelnen Fälle und Situationen wurden angesprochen und beleuchtet.

      Ein Vorwurf war das Festsetzen einzelner Gruppen und scheinbar grundlose Personenkontrollen. Nach Information der Polizei erfolgten die Personenkontrollen aus Gründen der anlassbezogenen Strafverfolgung und der Gefahrenabwehr. Die Daten von unbeteiligten Personen seien jedoch direkt nach dem Abgleich wieder gelöscht worden - so, dass niemand befürchten muss, in irgendeiner Datei gespeichert zu sein. Dies war eine große Befürchtung einzelner Fans gewesen.
      An dem Gespräch nahmen seitens des FC 08 Homburg Geschäftsführer Rafael Kowollik und die Fan- bzw. Sicherheitsbeauftragten Markus Schlegel und Bernhard Benz teil. Von Seiten der Polizei konnten Eric Schweizer, Einsatzleiter des besagten Spiels und Frank Schmelczyrsch, Leiter der Dienststelle Sport und Gewalt bei der saarländischen Polizei die Hintergründe beleuchten und auch ihre Sicht der Lage darstellen. Insgesamt wurde das Treffen von allen Seiten als sehr sachlich und konstruktiv bewertet.
      In Zukunft werde deshalb auch vor Ort ein noch engerer Austausch zwischen szenekundigen Beamten und Fan- und Sicherheitsbeauftragten angestrebt, welche wiederum als Ansprechpartner ohnehin bereits in direktem Kontakt zu den Fans stehen. Auf diese Weise könne man bereits vor Ort und direkt Situationen deeskalierend gegensteuern.

      FC 08 Homburg - News-Artikel
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