SB hat über 1 Milliarde Schulden und plant...

  • Ludwigspark: Stadt Saarbrücken offenbar mit fast einer Million Euro im Verzug

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    Foto: Andreas Schlichter


    Saarbrücken: Die Firma Peter Gross Bau hat schwere Vorwürfe gegen die Stadt Saarbrücken im Rahmen des Umbaus des Saarbrücker Ludwigsparkstadions erhoben. In einer Pressemitteilung kritisierte Philipp P. Gross, geschäftsführender Gesellschafter des St. Ingberter Unternehmens, die Abrechnungsmodalitäten der Stadt „und ihrer Erfüllungsgehilfen“.


    Von Mark Weishaupt

    Leiter Redaktion Sport


    Gross sagte: „Wir haben bei dieser Baustelle aktuell einen offenen Saldo in Höhe von über 850 000 Euro. Bis heute fand keine Rechungsprüfung seitens der Stadt statt. Dies ist nach fünf bis zehn Monaten unüblich und rechtswidrig.“ Die Firma Peter Gross ist am Projekt Ludwigspark Saarbrücken mit der Ausführung der Rohbau-Arbeiten betraut. Konkret geht es um zwei offene Rechnungen vom 28. Februar und vom 26. Mai dieses Jahres, die Gross für Kanalarbeiten im Bereich der West- und Osttribüne gestellt hat. Die Abnahmen der ausgeführten Arbeiten hätten bereits 2019 stattgefunden.


    Im Zusammenhang mit den nicht bezahlten Rechnungen geht Gross auch mit Martin Welker, dem neuen Projektleiter des Ludwigspark-Umbaus und neuen Geschäftsführer der städtischen Gesellschaft GIU, hart ins Gericht. Bereits Ende April habe ein weiterer Mitarbeiter der Firma proaktiv telefonischen Kontakt zu Herrn Welker aufgenommen, um eventuelle Fragen zu den nicht bezahlten Schlussrechnungen zu beantworten. In diesem Gespräch habe Welker einen „Krieg der Stadt Saarbrücken gegen Peter Gross Bau“ angekündigt und wortwörtlich gesagt: „Ich setze mich mit keinem Vertreter der Firma Gross gemeinsam an einen Tisch. Hier werde ich euch eine saftige Rechnung aufstellen. Ihr werdet alles doppelt und dreifach zurückbekommen.“ Welker war von Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) erst Anfang Juli auf das Projekt Ludwigspark-Umbau angesetzt worden – vor allem, um das Projekt so schnell wie möglich voranzutreiben und dem Fußball-Drittligisten 1. FC Saarbrücken eine baldige Rückkehr in die Spielstätte zu ermöglichen.


    Gross teilte in der Pressemitteilung weiter mit: „Wir sind bekannt dafür, dass wir fair und partnerschaftlich mit unseren Kunden, Nachunternehmern, Lieferanten und Mitarbeitern umgehen. Differenzen sollten unseres Erachtens mit Respekt und Lösungsorientierung angegangen werden. Maß und Mitte ist ein Gebot des Anstandes. Wir sind ein renommiertes, 135 Jahre altes Familienunternehmen mit über 1400 Mitarbeitern und stolz auf unsere Wurzeln im Saarland. Knechtschaft durch einen Bauherrn und die Erwartung blinden Gehorsams waren vielleicht vor über 100 Jahren üblich, wurden aber in der Zwischenzeit durch Partnerschaft auf Augenhöhe ersetzt.“


    Quelle: https://www.saarbruecker-zeitu…saarbruecken_aid-54015507

    Lieber einen Zeckenhügel als einen Schuldenberg. :)

  • Streit um unbezahlte Rechnungen eskaliert

    Schlammschlacht zwischen Baufirma und Stadt

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    Das Saarbrücker Ludwigspark-Stadion bei Nacht und eingeschaltetem Flutlicht. Ein Spiel hat der FCS dort bereits ausgetragen, das zweite soll am Sonntag gegen Unterhaching folgen. Foto: Andreas Schlichter


    Saarbrücken Die Vorwürfe von Peter Gross Bau wegen unbezahlter Rechnungen kontert Ludwigspark-Bauleiter Welker mit harschen Worten.


    Von Patric Cordier und Mark Weishaupt


    „Unter Bauarbeitern und Fußballern“ sei der Umgang oft rau – so urteilte das Arbeitsgericht Saarbrücken 2014, als man die „Verfehlungen“ von Stefan Reisinger, dem früheren Stürmer des 1. FC Saarbrücken, einschätzen sollte. Der hatte seinen Trainer Fuat Kilic auf der Toilette fotografiert.


    Das wirkt wie ein Kindergeburtstag gegenüber den Vorwürfen, die sich aktuell gegen die Landeshauptstadt Saarbrücken und ihren GIU-Chef Martin Welker in Zusammenhang mit der Dauerbaustelle Ludwigsparkstadion erheben. Gestern tauchten innerhalb weniger Minuten gleich zwei Pressemitteilungen von Unternehmen auf, die das Gebaren der „Bauherrin“ (Landeshauptstadt) und ihres „Erfüllungsgehilfen“ (Welker) in ein schlechtes Licht rücken. „Wir haben bei dieser Baustelle aktuell einen offenen Saldo in Höhe von über 850 000 Euro. Bis heute fand keine Rechnungsprüfung seitens der Stadt statt. Dies ist nach fünf bis zehn Monaten unüblich und rechtswidrig“, teilte die Firma Peter Gross Bau mit.


    Das St. Ingberter Unternehmen ist am Projekt Ludwigspark mit der Ausführung von Rohbau-Arbeiten betraut. Konkret geht es derzeit um zwei offene Rechnungen vom 28. Februar und vom 26. Mai dieses Jahres, die Gross für Kanalarbeiten im Bereich der West- und Osttribüne gestellt hat. Die Abnahmen der ausgeführten Arbeiten hätten bereits 2019 stattgefunden – also vor Welkers Amtsantritt. Der war von Saarbrückens Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) erst Anfang Juli auf das Projekt Ludwigspark-Umbau angesetzt worden – vor allem, um das Projekt so schnell wie möglich voranzutreiben und dem Fußball-Drittligisten 1. FC Saarbrücken eine baldige Rückkehr in die Spielstätte zu ermöglichen.


    Es sei nicht das erste Mal, dass die Stadt Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt. „So wurden ausnahmslos alle Rechnungen (über 19 Stück) erheblich zu spät und nur nach mehrfachen Aufforderungen bezahlt“, heißt es in dem von Geschäftsführer Phillip Gross unterzeichneten Schreiben.


    Im Zusammenhang mit den nicht bezahlten Rechnungen geht Gross auch mit Welker hart ins Gericht. Bereits Ende April habe ein weiterer Mitarbeiter der Firma proaktiv telefonischen Kontakt zu Welker aufgenommen, um eventuelle Fragen zu den nicht bezahlten Schlussrechnungen zu beantworten. In diesem Gespräch habe Welker einen „Krieg der Stadt Saarbrücken gegen Peter Gross Bau“ angekündigt und wortwörtlich gesagt: „Ich setze mich mit keinem Vertreter der Firma Gross gemeinsam an einen Tisch. Hier werde ich euch eine saftige Rechnung aufstellen. Ihr werdet alles doppelt und dreifach zurückbekommen.“


    Welker wies am Dienstag alle Vorwürfe zurück. „So einen Schwachsinn würde ich nie sagen“, sagte der Rechtsanwalt und Bauexperte, „Rechnungen bekommt die Stadt, sie werden von Fachingeneuren geprüft und von der Kämmerei bezahlt. Da habe ich nichts mit zu tun.“


    Nachdem die Saarbrücker Gartenbaufirma Kempf bereits in der vergangenen Woche den Umgang auf der Baustelle und die Zahlungsmoral der Stadt bemängelte und dagegen gerichtlich vorgeht (wir berichteten), hat deren Rechtsanwalt Hans-Georg Warken neben dem Zahlungsverfahren nun auch ein „gerichtliches Beweisverfahren“ einleiten lassen, bei dem festgestellt werden soll, dass „die Verantwortlichen der Stadt Saarbrücken erkennbar von ihren eigenen Fehlleistungen im Zusammenhang mit der Errichtung des Rasenplatzes Ludwigspark Stadions ablenken wollen.“ Auf drei Seiten erklärt der Anwalt, was und warum bei der Anlage der Spielfläche schiefgegangen sei, vom Aufbau des Rasenuntergrunds bis hin zur mangelhaften Belüftung des fertigen Rasens. Die Schuld trage letztlich die Bauleitung – also Martin Welker. Vor dem ersten Heimspiel des 1. FC Saarbrücken hatten sich Trainer Lukas Kwasniok und Spieler darüber beklagt, dass sich auf einem Teil der Rasenfläche große Pfützen Wasser befanden.


    Mittlerweile soll Baustellenchef Welker Mitarbeitern der Firma Gross „Baustellenverbot“ erteilt haben. „Darüber haben wir bis heute keine offizielle Kenntnis, auch sind uns mögliche Gründe dafür nicht bekannt. Damit ist es uns nicht möglich, geplante Nacharbeiten und übliche Mängelbeseitigungsarbeiten auszuführen“, schreibt die Firma Gross. „Die beiden Mitarbeiter habe ich der Baustelle verwiesen, weil sie mir eine Wasserwaage über den Schädel ziehen wollten und gedroht haben, mir das Genick zu brechen“, sagte Welker dazu.


    Gross wirft Welker auch vor, die Baustelle nach „Gutsherrenart“ zu leiten. „Der Umgang auf der Baustelle unterschritt auch sonst jegliches Maß an ordentlicher und sinnvoller Zusammenarbeit. So wurden jüngst im Auftrag der Bauherrschaft Teile unseres Baumaterials ohne Rücksprache mit uns per Rundmail an Nachunternehmer verschenkt, obwohl wir uns gerade mitten in der Abstimmung der Baustellenräumung befanden. Wie man die Aufforderung, fremdes Eigentum zu entwenden, bezeichnet, kann Herr Welker als Jurist bestimmt selbst benennen“, schreibt Gross und legt nach: „Knechtschaft durch einen Bauherrn und die Erwartung blinden Gehorsams waren vielleicht vor über 100 Jahren üblich, wurden aber in der Zwischenzeit durch Partnerschaft auf Augenhöhe ersetzt.“


    Der Umgang ist rau geworden. Das zeigt auch die Stellungnahme der Stadt Saarbrücken, die verlauten ließ: „Die Vorwürfe der Firma Gross weisen wir in Gänze zurück. Die Klage ist für uns umgekehrt Anlass, nun unsere Ansprüche gegen die Firma Gross geltend zu machen. Im Übrigen arbeitet Herr Welker nicht nur an der Beschleunigung der Baustelle, sondern auch derzeit daran, die Auszahlung von Rechnungen zu erbrachten Leistungen zu beschleunigen, allerdings nur von gerechtfertigten.“ Die Auseinandersetzung hat also gerade erst begonnen.


    Quelle: https://www.saarbruecker-zeitu…-ludwigspark_aid-54026275

    Lieber einen Zeckenhügel als einen Schuldenberg. :)

  • „Die beiden Mitarbeiter habe ich der Baustelle verwiesen, weil sie mir eine Wasserwaage über den Schädel ziehen wollten und gedroht haben, mir das Genick zu brechen“, sagte Welker dazu.

    ...hahahahahahahahihihihihihihihihihihohohohohohohohohuhuhuhuhuhuhuhu- der brüller des jahres!!!!!!!!


    unn dann anschließend am beschde noch drei moh memm bagger driwwafahre, daß ruh is...


    10 "likes" von mir für die männer vom bau.



    mfg: vanderbaggerführerwillibald

  • Der Baggerführer Willibald

    Dieter Süverkrüp

    Dies ist die Geschichte vom Baggerführer Willibald


    Es ist am Morgen kalt

    Da kommt der Willibald

    Und klettert in den Bagger

    Und baggert auf dem Acker

    Ein großes tiefes Loch

    Was noch?


    Na ja, so fängt das an!

    Dann kommen alle Mann

    Sie bauen erst den Keller

    Dann bau'n sie immer schneller

    Was kommt dabei heraus?

    Ein Haus!


    Und in das Haus hinein

    Zieh'n feine Leute ein!

    Die Miete ist sehr teuer

    Kost' siebenhundert Eier!

    Wer kriegt die Miete bloß?

    Der Boss!


    Der Boss kommt groß heraus

    Dem Boss gehört das Haus

    Dem Boss gehört der Acker

    Der Kran und auch der Bagger

    Und alles was da ist

    So'n Mist!


    Der Boss steht meistens rum

    Und redet laut und dumm

    Sein Haus das soll sich lohnen!

    Wer Geld hat, kann drin wohnen

    Wer arm ist darf nicht rein!

    Gemein!


    Der Willibald kriegt Wut

    Er sagt, das ist nicht gut

    Er steigt auf eine Leiter

    Hört her, ihr Bauarbeiter

    Der Boss ist wie ihr seht

    Zu blöd!


    Sein Haus das bauen wir!

    Was kriegen wir dafür?

    Der Boss zahlt uns den Lohn aus

    Die Miete für sein Wohnhaus

    Die ist in unsrem Lohn

    Nicht drinn!


    Das hat doch keinen Zweck

    Der Boss geht besser Weg!

    Dann bau'n wir für uns selber

    Ein schönes Haus mit Keller!

    Da zieh'n wir alle ein

    Au fein!


    Wie Wilibald das sagt

    So wird es auch gemacht!

    Die Bauarbeiter legen los

    Und bauen Häuser, schön und groß

    Wo jeder gut drinn wohnen kann

    Weil jeder sie bezahlen kann!


    Der Baggerführer Willibald

    Baut eine neue Schwimmanstalt

    Da spritzen sich die Leute nass

    Das macht sogar dem Bagger Spaß!


    Quelle: Musixmatch
    Songwriter: Dieter Süverkrüp

    Videos

    mqdefault.jpg?sqp=-oaymwEFCNQBEHY&rs=AMzJL3mpQ_Mw1qshb-Xcs6VDU94t4EnQRA
    Vorschau

    4:24

    Der Baggerführer

    Willibald ( Text &

    Musik: Dieter

    Süverkrüp ...

    Jürgen Fastje

    YouTube - 25.02.2019
















  • Alleine die hier zitierten Aussagen des "Machers" sprechen für sich selbst. Glaube nicht, dass Bauarbeiter direkt mit gewaltsamen Aktionen drohen. Das klingt für mich nach einer "ich mach den Molly-Geschichte".

    Mag zwar bei den Leuchtturm-Fans ankommen, ist aber eher "Kindergarten-Sprech" und passt nicht zu einem Juristen..


    :FCKFCS)


    Es ist und bleibt Kommödienstadl...

  • Stimmt nicht ganz:

    Der FCK hat "eigentlich" auch kein Geld und darf trotzdem auf dem "Betze" wohnen bleiben.

    Wieso eigentlich? (Das ist auch gemein!)

    FCK1

    The post was edited 1 time, last by Kamelot ().

  • Ein kleines Kinderprotestlied, oh wie schön....:)

    Lieber einen Zeckenhügel als einen Schuldenberg. :)

  • Also bei 16 Mio. € geplanten Kosten auf 46 Mio. € Gesamtkosten rauszulaufen ist so der Stoff aus dem Untersuchungsausschüsse gemacht sind. Ich bin der Meinung: Faktisch ist da die 50 Mio.-Schallmauer längst durchbrochen, nur wird es nicht offen kommuniziert. Bemerkenswert, das Projekt genießt im Saarland so wenig Anerkennung und Zuspruch, dass selbst die Polit-„Elite“ des Saarlandes, die sonst gerne die Plauze dumm grinsend in jede Kamera überall dort hält, wo im Saarland Cremant gesoffen wird, sich diesmal nicht so richtig traute sich feierlich beim Banddurchschnitt und mit Bauhelm ablichten zu lassen. Auch dem neuen Herrn OB einer Vorzeigestadt wenn es um Drogenkriminalität, Obdachlosigkeit und Kinderarmut geht, wird das Eisen wohl zu heiss, sodass er da einen abgetragenen Parteisoldaten jetzt als Problemlöser installieren muss, um selbst auf politischer Distanz zum LuPa zu bleiben. Jobwunder Saarland! Würde bei mir etwas so aus dem Ruder laufen, würde ich es zur Chefsache erklären. Ich glaube nach der Affäre „4. Pavillon“ kann man das hier als einen der größten Bauskandale der saarländischen Nachkriegsgeschichte bezeichnen. Aber was tun? Was würde ein Untersuchungsausschuss bringen, wo sich völlig fachfremde Berufspolitiker wieder mit sich selbst beschäftigen, die teilweise nicht mal einen Berufsabschluss haben (siehe Ministerpräsident). Hat beim 4. Pavillon ja schon nichts gebracht und zur Belohnung wurde eine der Hauptfiguren darin (AKK) dann nach Berlin weggelobt und kein Mensch erinnert sich heute mehr daran. So ein Scheckchen vom FCS-Präsident an die Landesschatzmeister der saarländischen Regierungsparteien löst da auch so manches Problemchen auf ganz kurzem Dienstweg, bedenke man wie schnell und unkompliziert dem FCS da sein Extra-Würstchen gebacken wurde als es um Sondergenehmigungen mitten im Shutdown ging zwecks DFB-Pokal oder als so ziemlich alles bei Corona-Ausbruch geschlossen war im Saarland und dann neben Supermärkten und auch die „systemrelevanten“ Casinos wieder öffnen durften. Im Gegenzug ist da auch schnell mal eine Stelle für ausrangierte und abgewählte Saar-Politiker in der Fußball-affinen Unternehmensgruppe geschaffen. Man braucht sich halt gegenseitig! Ein Schelm...und ein Hoch auf die Gauselmanns und Ostermanns dieser Welt im Saarland - dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten (mit den richtigen Kontakten)! Aus Homburger Sicht kann man fast sagen, was ein Glück, dass wir hier Verantwortliche haben, die nicht mal über ein funktionierendes Netzwerk im Stadtgebiet verfügen. Ansonsten ist das alles einfach nur eine riesige geräuschlose Peinlichkeit ohne Konsequenzen für irgendeinen, außer für den Steuerzahler!

  • Millionen-Krach um Ludwigspark : Staatsanwalt will Abrechnungen zum Stadionbau

    Saarbrücken: Im millionenschweren Streit um das Saarbrücker Ludwigsparkstadion interessiert sich jetzt die Staatsanwaltschaft für Abrechnungen und Absprachen. Korruptionsermittler haben Martin Welker, neuer Projektleiter des Stadionbaus, im Auftrag der Staatsanwaltschaft zur Vernehmung vorgeladen.


    Von Michael Jungmann

    Chefreporter


    Hintergrund ist dabei offenbar eine Strafanzeige Welkers gegen zwei Mitarbeiter der St. Ingberter Baufirma Peter Gross Bau, die gedroht haben sollen, ihm die Wasserwaage über den Schädel zu ziehen und ihm das Genick zu brechen, wenn er nicht die Rechnungen ihrer Baufirma bezahle. Bei einer früheren Vernehmung soll Welker bereits „unvollständige Angaben“ zu Absprachen und Abrechnungen gemacht haben. Diese soll er jetzt konkretisieren und möglichst Unterlagen dazu vorlegen.


    Unterdessen macht Welker der Saarbrücker Gartenbaufirma Kempf im Streit um den Rasen des Stadions neue Vorwürfe.


    Quelle: https://www.saarbruecker-zeitu…g-mitbringen_aid-54042447

    Lieber einen Zeckenhügel als einen Schuldenberg. :)

  • Richter rügen Ludwigsparkchef Welker scharf

    Exklusiv: Saarbrücken Hat Martin Welker, Baustellenchef im Ludwigspark, mit dem Bauunternehmen Peter Gross noch eine Rechnung offen? In einem Rechtsstreit um ein anderes Millionenprojekt siegte die Firma – und die Richter rügten Welkers Rolle scharf.


    Von Michael Jungmann

    Chefreporter


    Martin Welker, hoch gelobter Helfer in der größten Not beim millionenschweren Problembau des Stadions am Saarbrücker Ludwigspark, versteht sich auf den barschen Umgangston am Bau. Vielleicht ein Vorteil im Wettbewerb, wenn es darum gehen sollte, wer nächster städtischer Baudezernent wird. Rechtsanwalt Welker aber, derzeit Chef der städtischen Gesellschaft GIU (Gesellschaft für Innovation und Unternehmensförderung) und Wunschkandidat von Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU), scheint offensichtlich mit anderen Problemen konfrontiert, die seine Chancen auf das Dezernentenamt nicht gerade erhöhen. Dabei geht es um eine mögliche Interessenskollision, die Anwalt Welker beim Bau des etwa 14 Millionen Euro teuren Projektes in der Europaallee 11 am Saarbrücker Eurobahnhof angekreidet wird. Bauherr des Betonklotzes ist die GIU, eine Firma, die der Landeshauptstadt und damit dem Steuerzahler gehört. Mieter ist der Regionalverband, dessen Sozial- und Jugendamt dort mit erheblicher Verspätung einquartiert wurde.


    Mit der Auftragsvergabe und möglichen Ungereimtheiten bei diesem Großprojekt beschäftigte sich über Jahre hinweg der Vergabesenat am Oberlandesgericht (OLG). Anwalt Welker wirkte dabei als Verfahrensbevollmächtigter der GIU mit. Damit aber nicht genug. Welker soll auch für eine ebenfalls in das Verfahren eingebundene Baufirma anwaltlich tätig gewesen sein. Da verstehen die OLG-Richter unter Vorsitz von Hans-Peter Neuerburg keinen Spaß. In dem 39 Seiten umfassenden Beschluss des Senates (Aktenzeichen 1 Verg 1/19) ist festgehalten, Welker habe als Bevollmächtigter der GIU bei Entscheidungen in dem Vergabeverfahren mitgewirkt, obwohl er „als voreingenommen galt“. Gleichzeitig habe er, so steht es in dem Beschluss, „über Monate hinweg“ eine ebenfalls beteiligte Baufirma beraten und vertreten, unter anderem in einem Bauprozess gegen eine Bietergemeinschaft unter Federführung der Peter Gross GmbH. Das Gericht stellt ausdrücklich fest, diese „Doppelmandantschaft“ von Welkers Rechtsanwaltsgesellschaft sowie „die zeitliche Doppeltätigkeit“ sowohl für die GIU und die beteiligte Baufirma war „nicht zulässig“. (Der Beschluss liegt unserer Redaktion vor.) Objektiv sei der Tatbestand des Paragrafen 16 Absatz 1 Nr. 3b der Vergabeordnung erfüllt. Demnach hätte Welker ausgeschlossen werden müssen. Weiter im Text heißt es, die Doppelrolle Welkers im Vergabeverfahren sei „geeignet, hinreichende Zweifel an einer unparteiischen Entscheidungsfindung der Vergabestelle zu befördern“.


    Diese scharfe Rüge der OLG-Richter muss Anwalt Welker offenbar noch verdauen. Möglicherweise drohen ihm auch standesrechtliche Schritte. Juristen gehen davon aus, dass die Anwaltskammer sich für den Fall möglicher Interessenskollision interessiert. Gewinner der OLG-Entscheidung vom November vergangenen Jahres ist die Bietergemeinschaft unter Federführung der St. Ingberter Peter Gross GmbH. Der Senat stellt fest, dass das Vergabeverfahren „rechtswidrig“ war und die Antragstellerin (Bietergemeinschaft) in ihren Rechten verletzt wurde. Die städtische GIU, indirekt also der Steuerzahler, wird zur Kasse gebeten, muss Gebühren, Prozess- und Verfahrenskosten zahlen. Weitere Schadensersatzforderungen stehen im Raum. Sollte es jetzt zu einem weiteren Prozess in Zusammenhang mit offenen Rechnungen der Peter Gross GmbH beim Stadion kommen, wird Welkers Rolle und die Vorgeschichte mit hoher Wahrscheinlichkeit erneut thematisiert.


    Quelle: https://www.saarbruecker-zeitu…enskollision_aid-54061881

    Lieber einen Zeckenhügel als einen Schuldenberg. :)

  • Das wirft dann auch mal die Frage auf, was der gute Herr Welker eigentlich so hauptberuflich macht. Bestimmt ein guter Maurer oder Traumfängerbastler, aber so in juristischen Fragen vielleicht einfach mal einen ran lassen, der außer der Notaufnahme der Uni Homburg auch andere Hochschuleinrichtungen schon mal von innen gesehen hat.

  • Das wirft dann auch mal die Frage auf, was der gute Herr Welker eigentlich so hauptberuflich macht. Bestimmt ein guter Maurer oder Traumfängerbastler, aber so in juristischen Fragen vielleicht einfach mal einen ran lassen, der außer der Notaufnahme der Uni Homburg auch andere Hochschuleinrichtungen schon mal von innen gesehen hat.

    Zitat aus der Saarbrücker Zeitung vom 17.07.2020 aus dem Artikel: Keine normalen Arbeitstage im Ludwigspark (Beitrag Nr. 561 auf Seite 29 hier im Thema)


    "Welker hat sein „Handwerk“ von der Pike auf gelernt. „Ich bin von der Baustelle zur Juristerei gekommen. Ich habe als Schüler auf Baustellen gearbeitet, habe später Wirtschaftsingeneurwesen studiert und dann noch Jura dazugenommen“, erzählt Welker, der Fachanwalt für Vergabe- und Baurecht ist. Er kennt sich aus, wenn es um Vertragswesen oder Vergabenachprüfungsverfahren geht. Oder um das Erkennen und die Beseitigung von Mängeln".

    Lieber einen Zeckenhügel als einen Schuldenberg. :)

  • Zitat aus der Saarbrücker Zeitung vom 17.07.2020 aus dem Artikel: Keine normalen Arbeitstage im Ludwigspark (Beitrag Nr. 561 auf Seite 29 hier im Thema)


    "Welker hat sein „Handwerk“ von der Pike auf gelernt. „Ich bin von der Baustelle zur Juristerei gekommen. Ich habe als Schüler auf Baustellen gearbeitet, habe später Wirtschaftsingeneurwesen studiert und dann noch Jura dazugenommen“, erzählt Welker, der Fachanwalt für Vergabe- und Baurecht ist. Er kennt sich aus, wenn es um Vertragswesen oder Vergabenachprüfungsverfahren geht. Oder um das Erkennen und die Beseitigung von Mängeln".

    Joa, wurde ja eindrucksvoll unter Beweis gestellt als er den 1x1-Grundsatz der Vergaberechtssprechung auf „hochgradig professionelle“ Weise verletzt hat. Ist glaube ich Stoff für den Vorkurs der aufgeführten akademischen Ausbildung. Die Anwaltskammer wird’s freuen! Herbert nennt sich ja auch Profi im Profigeschäft!;)

  • „Welker will Öffentlichkeit einen Bären aufbinden“


    Saarbrücken: Anwalt der Gartenbaufirma Kempf wehrt sich gegen Vorwürfe des Ludwigspark-Baustellenchefs wegen Rasenproblemen.


    Von Mark Weishaupt

    Leiter Redaktion Sport


    Der Dauerstreit um den neu verlegten Rasen im Saarbrücker Ludwigsparkstadion geht in die nächste Runde. Die nicht sonderlich gute Qualität wegen des schlecht ablaufenden Wassers und die Pfützen auf dem Platz sind ein Streitpunkt. Hans-Georg Warken, der Anwalt der Gartenbau-Firma Kempf, die mit einem Großteil der Rasenaufbauarbeiten beauftragt war und die Stadt Saarbrücken wegen der Nicht-Zahlung von knapp 200 000 Euro verklagt hat, reagiert nun auf die jüngsten Vorwürfe von Baustellenchef Martin Welker.


    „Die Stadt sollte nicht versuchen, die Öffentlichkeit hinters Licht zu führen“, überschreibt Warken seine Presseerklärung. Welkers Behauptung, die Firma Kempf hätte mangelhaft gearbeitet und deswegen bislang noch keinen Cent bekommen, sei eine „bewusste Fehlinformation. Damit will Herr Welker der Öffentlichkeit einen Bären aufbinden. Hätte die Firma Kempf mangelhaft geleistet, hätte die Landeshauptstadt Saarbrücken, allen voran Herr Rechtsanwalt Welker, sicher eine Mängelrüge geschickt und zur Mangelbeseitigung aufgefordert“, teilte Warken mit: „Darauf wartet die Firma Kempf noch heute!“


    In dem Schriftsatz nimmt Warken dezidiert zu sieben Vorwürfen Stellung. Einer davon ist die Behauptung von Welker, die Rasenverlegefirma habe die Fläche bei der Verlegung mit schwerem Gerät befahren. Warken schreibt, ein von Kempf beauftragter Subunternehmer habe den Rasen vom 16. bis 18. September eingebaut. „Dabei verwendete die Fachfirma nur leichte handgeführte Maschinen und führte eine Befahrung nur mit Niedrigdruck bereiften Fahrzeugen durch, um sicherzustellen, dass durch die Verlegearbeiten nur eine geringe Bodenverdichtung zu besorgen stehe“, schreibt Warken. Stattdessen habe eine andere Firma, die für den Aufbau des Platzes zuständig gewesen sei, „mit stellenweise schwerem Gerät“ gearbeitet.


    Auch um die Aerifizierung, also die Belüftung des Rasens, gibt es Streit. Laut Warken habe die Firma Kempf der Stadt angeboten, nach der Verlegung den Rasen zu aerifizieren, obwohl es im Auftragsumfang nicht enthalten war. Die Stadt habe abgelehnt und wollte dies laut Warken selbst durchführen, habe aber die erforderlichen speziellen Lanzen gar nicht zur Verfügung gehabt. Warkens Schlussfolgerung: „Es muss bezweifelt werden, dass die entsprechende Aerifizierung überhaupt durchgeführt wurde.“


    Quelle: https://www.saarbruecker-zeitu…nchef-welker_aid-54081017

    Lieber einen Zeckenhügel als einen Schuldenberg. :)

  • Auch um die Aerifizierung, also die Belüftung des Rasens, gibt es Streit. Laut Warken habe die Firma Kempf der Stadt angeboten, nach der Verlegung den Rasen zu aerifizieren, obwohl es im Auftragsumfang nicht enthalten war. Die Stadt habe abgelehnt und wollte dies laut Warken selbst durchführen, habe aber die erforderlichen speziellen Lanzen gar nicht zur Verfügung gehabt. Warkens Schlussfolgerung: „Es muss bezweifelt werden, dass die entsprechende Aerifizierung überhaupt durchgeführt wurde.“

    Vielleicht sollte mal der Kopf von Herrn welker aerifiziert werden zombie, dort ist scheinbar schon Etwas verwelkt lollollollollollol.

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    santasantasanta Wir haben Her-Bäärt, wir haben Her-Bäärt, wir haben Her-Bäääääääärt gehen sehen santasantasanta :!::!::FCH7):FCH8)

  • Stadionchef und Jurist Welker beschäftigt Anwaltskammer

    Saarbrücken. „Wir müssen und werden Schritte gegen Anwalt Martin Welker einleiten“, kündigt Andeas Handziuk, Geschäftsführer der Rechtsanwaltskammer des Saarlandes, an.


    Von Michael Jungmann

    Chefreporter


    Anlass für die Untersuchungen ist der Bericht unserer Zeitung über scharfe Kritik des Vergabesenats des Oberlandesgerichtes (OLG) an einer mutmaßlichen Doppelrolle Welkers, der derzeit als Krisenmanager an der Bausstelle zum Ludwigspark-Stadion in die Kritik geraten ist. Die Peter Gross Bau GmbH und Gartenbauer Kempf reklamieren, dass Rechnungen über mehr als eine Million Euro seit Monaten offen seien.


    Jetzt wurde bekannt, dass in einem Rechtsstreit wegen eines Projektes der städtischen GIU, eine Bietergemeinschaft, der Gross Bau angehört, das Gericht schwere Vorwürfe gegen den damaligen GIU-Anwalt Welker in seinem Beschluss festgelegt hat. Demnach hat Welker neben der GIU zeitweise auch eine Firma, die ebenfalls an dem Verfahren beteiligt war, vertreten. Deshalb wurde eine Interessenskollision gerügt und der GIU die Verfahrenskosten auferlegt. Zudem stehen Schadensersatzforderungen im Raum.


    Welker gilt als Wunschkandidat von Oberbürgermeister Uwe Conradt (CDU) für das vakante Amt des städtischen Baudezernenten. Anfang November soll die Wahl im Stadtrat stattfinden. Die Architektenkammer des Saarlandes (AKS) unterstützt die Favorisierung Welkers durch Conradt ausdrücklich nicht. AKS-Präsident Alexander Schwehm erklärte, eine „fachspezifische Besetzung für die Leitung des Baudezernates“, also durch eine Person aus der Fachrichtung Architektur oder Stadtplanung sei „unabdingbar“. Schwehm: „Sicher ist ein Jurist und insbesondere Herr Welker für Leitungsaufgaben in einer Behörde qualifiziert“, inhaltliche Schwerpunktaufgaben könnten aber nur von Architekten oder Stadtplanern geleistet werden. In der Ausschreibung sei ein abgeschlossenes Studium in einer „für das Aufgabengebiet förderlichen Fachrichtung“ gefordert. Dies könne nur Architektur oder Stadtplanung sein.


    Quelle: https://www.saarbruecker-zeitu…nwaltskammer_aid-54084637

    Lieber einen Zeckenhügel als einen Schuldenberg. :)