Kevin Maek

  • Ein Ex-Profi für Einheit Zepernick und die Landesklasse

    Könnte mit seinem Können in der Landesklasse für mächtig Furore sorgen: Kevin Maek (rechts), hier im Trikot seines letzten Arbeitgebers, des Regionalligisten  FC Homburg Könnte mit seinem Können in der Landesklasse für mächtig Furore sorgen: Kevin Maek (rechts), hier im Trikot seines letzten Arbeitgebers, des Regionalligisten FC Homburg © Foto: Jan Huebner/Kleer via http://www.imago-images.de


    Britta Gallrein / 22.05.2020, 19:30 Uhr


    Zepernick (MOZ) FC Union zu Einheit Zepernick – der kleine Verein aus dem Landkreis Barnim, der durch pinke Trikots und immer mal wieder höherklassige Verpflichtungen auffällt, hat als Meister der abgebrochenen Kreisoberliga-Saison den Aufstieg in die Landesklasse Nord geschafft – und einen "Hammer-Transfer" verkündet: Neuzugang Kevin Maek spielte jahrelang in der 3. und 4. Liga. Zahlreiche Verletzungen zwangen ihn allerdings umzusatteln, nun soll er im Brandenburger Landesfußball für Furore sorgen.


    1,92 Meter groß, durchtrainiert, tätowiert – der 31-Jährige verkörpert den perfekten Innenverteidiger. Physische Präsenz und trotzdem technisch so stark, sich auf engstem Raum zu behaupten. Und er bringt reichlich Erfahrung mit, unter anderem aus seiner Zeit bei Union Berlin. "Ich habe damals, als 21-Jähriger, viel gelernt von den erfahrenen Leuten wie Marco Gebhardt und Thorsten Mattuschka, die schon Bundesliga gespielt hatten."

    Auch für Maek ging es lange gut voran. Bei Werder Bremen II, Alemannia Aachen und dem 1. FC Saarbrücken spielte er erfolgreich in der 3. Liga. Doch die Verletzungen zwangen ihn umzudenken. "Ich konnte schon ganz gut leben vom Fußball. Aber wenn man oft verletzt und nicht ganz oben drin ist, sondern immer nur reinschnuppert, dann ist es schwierig, dort zu bleiben. Und damit muss man sich irgendwann abfinden." Die Belastung, sechsmal pro Woche zu trainieren, dazu ein Spieltag – das hielt sein Knie irgendwann nicht mehr aus. Kevin Maek absolvierte ein Fernstudium als Fitnesstrainer. "Jetzt gucke ich mal, wie es beruflich weitergeht."


    Umzug als Glücksfall

    Für die Zepernicker ein Glücksfall: Der gebürtige Berliner entschied sich, mit seiner Frau und den beiden Kindern nach Wandlitz zu ziehen. Einheits Co-Trainer Lucio Geral arbeitet als Spielerberater und kennt Maek seit langem, witterte sofort die Chance auf einen Coup und heuerte den ehemaligen Profi an. Geld, beteuert Geral, spiele dabei übrigens keine Rolle. "Die Jungs, die ich herhole, kenne ich meist länger. Wir haben Top-Bedingungen und eine junge Truppe, die alle herzlich aufnimmt. Deshalb kommen die Leute zu uns. Nicht wegen des Geldes."


    Was glaubt Maek, erwartet ihn bei dem Sprung gleich fünf Ligen nach unten? "Es ist halt Fußball. Rennen können alle. Gegen den Ball hauen auch viele", sagt er lachend. Worauf sich der Ex-Profi besonders freut: In Zepernick kennt er drei Spieler aus früheren Zeiten. Und er darf wieder auf der Angreifer-Position spielen. "In der Jugend war ich Stürmer, das hat mir immer viel Spaß gemacht." Fehlen werde ihm das professionelle Training aber schon, weiß der 31-Jährige. Im Juli wird der spektakuläre Neuzugang das Team kennenlernen. "Endlich wieder auf dem Rasen zu stehen und Fußball zu spielen – darauf freue ich mich am meisten. Die Pause war jetzt schon ganz schön lang", findet Kevin Maek, der sich auch vorgenommen hat, mal wieder zu Union oder zum BFC Dynamo ins Stadion zu gehen.

    Vom Marzahner FC zu Dynamo und weiter zu Union

    Seine ersten Schritte als Fußballer machte der gebürtige Berliner Kevin Maek im zarten Alter von fünf Jahren beim Marzahner SV. In der D-Jugend wechselte er zum BFC Dynamo. Ein Scout des VfB Wolfsburg entdeckte das Talent des Hauptstädters, holte ihn zu den A-Junioren der Niedersachsen.

    Mit 18 Jahren wurde Maek Profi, spielte bei den Wolfsburger Amateuren. Als nächstes ging es zurück in die Heimat zu Union Berlin. Mit den Köpenickern stieg er in die 2. Bundesliga auf, kam zu zehn Einsätzen.Über Werder Bremen II ging es zu Alemannia Aachen, nach zwei schweren Verletzungen wechselte er zum1. FC Saarbrücken (3. Liga/39 Spiele). Es folgten vier Jahre bei Südwest-Regionalligist SV Elversberg (92) und zwei beim Liga-Rivalen FC Homburg (40). ⇥bag


    Quelle: https://www.moz.de/sport/sport…l-ansicht/dg/0/1/1804490/