Zuwendungen für das Waldstadion

  • Wo bleibe denn jetzt die Bagger?Frage für einen Freund.Am Wetter kann’s ja nicht liegen.

    Fehlendes Fachpersonal,Geldmangel,fehlende sportliche Perspektive?Unlust?Faulheit?Kenn Plan?Was da im Winter vorgestellt wurde,diente doch nur dazu ,das Winteloch zu stopfen.

  • Wo bleibe denn jetzt die Bagger?Frage für einen Freund.Am Wetter kann’s ja nicht liegen.

    Fehlendes Fachpersonal,Geldmangel,fehlende sportliche Perspektive?Unlust?Faulheit?Kenn Plan?Was da im Winter vorgestellt wurde,diente doch nur dazu ,das Winteloch zu stopfen.

    Das fragen sich viele, hast Recht 👍

  • Warten wir auf das Sommerlich,oder dass Rüdiger die Wahl gewinnt🙈

    Jetzt muss er antreten,um seine Bezüge nicht zu verlieren.Der arme Kerl…Was ma so alles tut, wenn man quasi gezwungen wird

  • Sicherlich liest ihr alle die SZ. Ist aber auch jemand dabei, der wie ich zusätzlich auch noch die FAZ liest?

    Gestern jedenfalls als Headliner auf der regionalen Rhein-Main Seite: Frankfurter Waldstadion, was als modernste und schönste in Deutschland gilt, wird derzeit über einen Neubau nachgedacht:

    Hintergrund: Die bei der Stadt, (der das Stadion gehört) brauchen immer 10 Jahre bis eine Entscheidung getroffen wird. Also müsste man jetzt schon anfangen. Klasse! Da hat es jemand verstanden und mir wird Angst und bange um Homburg!

  • Homburg ist vom Grundsatz her keineswegs ein Auslaufmodell...im Gegenteil: Homburg könnte eine wunderschöne Stadt mit hoher Lebensqualität, attraktivem Kulturprogramm, hochqualifizierten Jobs und ja, auch auf einem gewissen Level mit professionellem Sport sein.


    Allerdings wird Homburg seit 20 - 30 Jahren nur verwaltet, Entscheidungen nach persönlichen Befindlichkeiten getroffen und Neuerungen generell mit Ablehnung entgegen getreten.


    Bsp.:

    KOI: Wir bauen uns für viel Geld ein Schwimmbad, das am Ende ein großer Kasten ohne jegliche Aufenthaltsqualität oder Attraktionen ist - wundern uns dann aber, das die Besucherzahlen nicht hoch sind. Wir hätten übrigens eine Rutsche bauen können - haben uns aber lieber für eine Kletterwand im Schwimmerbecken entschieden, die nie auf ist.

    Waldstadion: Wir investieren 15 Mio+ in eine abgeranzte Bude, die am Ende - also in 10 - 12 Jahren - mit genau den gleichen Strukturproblemen zu kämpfen hat wie heute und zusätzlich nicht für den modernen Fussball ausgelegt

    Sportzentrum: Wir investieren 6 Mio+ in eine abgeranzte Bude, die am Ende mit genau den gleichen Strukturproblemen zu kämpfen hat wie heute, danach auch nicht als Veranstaltungshalle zu vermarkten ist und eigentlich auch keinen sportlichen Bedarf hat. Der TVH als ambitionierter Verein (und finanziell sicher mit Potential in Richtung Liga 2) würde sicherlich lieber in Homburg spielen.

    Veranstaltungsstätte: Die Kreisstadt hat keine zeitgemäße Veranstaltungsstätte und strebt diese auch nicht an (Musikpark), der Saalbau ist in keiner Weise für moderne Events ausgelegt (Lage, Kapazität, Ausstattung, Lärmschutz, ...)

    Spielplätze: 08/15-Installationen ohne jeglichen Hang zu Kreativität. Wie es geht kann man sich in Zweibrücken anschauen

    Grundschulen: Weil man jahrelang nix investiert hat, müssen unsere Kids nun in Containern hausen

    Stadtpark: Kannst du eigentlich nix (wirtschaftlich vernünftiges) machen, weil Wasserschutzgebiet. Dazu Anwohnerbeschwerden aus Richtung Karlsbergstraße. Wir hätten können einen SoccerCourt oder ähnliches errichten können - haben uns aber für das Frisbee-Gedöns entschieden, das niemand nutzt

    Altes Freibad: Könnte man viele tolle Sachen hinmachen, wir machen (wahrscheinlich) eine Rollschuhbahn für den Vereinssport hin. Ist aber auch Wasserschutzgebiet

    Schlossberg: Der liegt halt da so rum...Erschließung, Aktionen, Feste oder sonstiges? Brauchen wir nicht! Aber zum Glück werden auf der Straße bald Markierungen gemacht, damit man sich ausmalen kann, das dort mal ein Ravelin war

    Hohenburgschule: Man könnte geile Sachen da rein machen, die einen Mehrwert für die breite Bevölkerung haben. Aber es kann halt auch Artefix und Volkshochschule sein. Und wir machen noch einen "Park" davor, den eigentlich niemand nutzen wird, weil außerhalb

    Altes Rathaus: Siehe Hohenburgschule

    Kultur: Alles was massentauglich ist, sollen externe Veranstalter machen. Aber dafür erteilt die Stadt entweder keine Genehmigung, gibt unmögliche Auflagen oder stellt schlichtweg keine Infrastruktur bereit. Das Programm wie zB Maifest wird nicht nach Interessen der Allgemeinheit ausgesucht, sondern nach dem persönlichen Musikgeschmack der Veranstalter. Dafür haben wir "anspruchsvolle Kultur", bei der das Publikum wegstirbt.

    Industriepolitik: Anstatt Anreize zu bieten, Homburg als Unternehmenssitz attraktiv zu gestalten, holen wir uns halt irgendwelche Lagerhallenvermieter oder Logistiker in die Stadt.

    Gesundheitspolitik: Du hast die größte Klinik im Umkreis 50km am Ort. Das Potential (Medizintourismus, Studentenstadt) wird ignoriert und auch für potentielle Ausgründungen nicht genutzt.

    Enklerplatz + Vauban-Carrée: Solche Leerflächen machen sich immer gut. Könnte man was drauf bauen? Sicherlich! Aber wir kriegen es nicht hin und überhaupt sind wir eigentlich dagegen...


    Dazu kommen noch persönliche Prestigeprojekte, die zwar auf dem Papier ganz nett sind, aber Homburg eigentlich nichts bringen. Und natürlich eine Landespolitik, die beim Thema Ford im ganzen Saarland Solidarität zeigt und fordert, Ansiedelungen irgendwo in der Wallachei forciert, aber beim Niedergang von Bosch, Ina, Michelin, Thyssen Krupp + Zulieferer ne freundliche Karte "Zur Kenntnis genommen" schickt.


    In Homburg gilt gefühlt der Grundsatz: Wir machen es zwar falsch, aber wir können dann jedem sagen: Wir haben was gemacht. Aber wenn man zu all den Geschichten (und da kenn ich noch ein paar andere) das Gemauschel berücksichtigt, muss man sich nicht wundern, wenn eine Stadt mit dermaßen viel Potential so am Boden rumkrebst.


    Viele der Kritik-Punkte sind natürlich meine subjektive Meinung, die man nicht teilen muss. Und viele der einzelnen Bereiche haben oder hatten in ihrer Entscheidungsfindung auch ihre Argumente, warum man etwas gemacht hat. Aber gefühlt wird jede Entscheidung nach den eigenen persönlichen Vorlieben getroffen und nicht nach einem Plan zum (allgemeinen) Wohle der Stadt.

  • Und um den Zirkelschluss zum Sport zu finden: Die Kreisstadt Homburg ist nicht verantwortlich für den sportlichen Erfolg einzelner Vereine. Selbst die gewünschte Infrastruktur (Anforderung an Profisport) ist nicht Aufgabe der Stadt.

    Aber WENN ich diesbezüglich tätig werde und rund 25 Millionen Euro in Stadion und Sportzentrum investiere, sollte es halt mit einem nachhaltigen Ziel erfolgen, das auch Zukunft hat. Die Sportstätten sollten dann mit der Fertigstellung "up to date" sein und nicht einen Stand vorweisen, der vor 20 Jahren als zeitgemäß gegolten hat.