FC Gießen

  • [b][size=14]NEUER MITTELSTÜRMER FÜR DEN FC GIEßEN[/size][/b] Dimitrios Ferfelis schließt sich dem FC Gießen an, nachdem er zuletzt für Wormatia Worms auf Torjagd ging. Der großgewachsene (195 cm) Mittelstürmer verbrachte die Jugend beim SV Werder Bremen, eher er sich dem TuS Koblenz anschloss. Anschließend folgten mehrere Jahre im europäischen Ausland, in denen Ferfelis reichlich Erfahrung sammeln konnte. Zunächst zog es den Deusch-Griechen nach Holland zum PEC Zwolle, anschließend wechselte er in seine Heimat zu PAS Giannina. Dort konnte Ferfelis sogar Einsatzzeiten in der Euro Leauge sammeln. Insgesamt stand Ferfelis bereits in 78 Spielen in der Regionalliga Südwest auf dem Feld, dabei gelangen ihm 22 Treffer und 5 weitere konnte er vorbereiten. „Da ich offen für neue Herausforderungen bin und gerne neues entdecke, konnte ich in meiner Karriere bereist viele Erfahrungen sammeln und bin viel herum gekommen. Nun freue ich mich sehr, wieder in Deutschland und ein Teil des FC Gießen zu sein. Die Gespräche mit Herrn Gerber und Daniyel Cimen haben mich von diesem Projekt überzeugt und ich möchte schnellmöglich zu 100% fit werden, um die gemeinsame Ziele zu erreichen“, freut sich Dimitrios Ferfelis über den Wechsel in die Universitätsstadt. „Dimi ist genau der Stürmertyp, der uns bisher gefehlt hat. Nun sind wir in der Breite noch besser aufgestellt. Wir haben positive Gespräche geführt und freuen uns sehr, dass sich Dimi für uns entschieden hat“, kommentiert Cheftrainer Daniyel den Transfer des Griechen. [u]Quelle[/u]: HP FC GIEßEN
  • [url='https://www.giessener-allgemeine.de/sport/fc-giessen/keine-ruhe-beim-giessen-13249912.html']FC Gießen: Spieler-Brief an Vorstand, aber kein Streik[/url] [size=22] [/size][b][size=14]FC Gießen: Spieler-Brief an Vorstand, aber kein Streik[/size][/b] In einem Brief hat sich die Mannschaft des Fußball-Regionalligisten FC Gießen an den Vorstand gewendet - aber nicht mit einem von anderen Medien spekulierten Streik gedroht. Der FC Gießen kommt nicht zur Ruhe. Am Dienstagmittag wurde bekannt, dass sich die Mannschaft des Fußball-Regionalligisten in einem Brief an den Vorstand gewendet hat. Über die Existenz dieses Briefes gibt es keine Zweifel - gleichwohl aber über den Inhalt. Tatsächlich weist das Team angesichts der zuletzt ausbleibenden Gehaltszahlungen auf eine Frist bis zu diesem Dienstag hin - an deren Ende sie die ihr vertraglich zustehenden Rechte einklagen will. Das hat diese Zeitung aus gesicherten Informationen erfahren. "Diesen Brief gibt es. Aber es gab keine Androhung. Streiken war und ist nie ein Thema gewesen", erklärt Trainer Daniyel Cimen. Der von anderen Medien in den Raum geworfene angedrohte Mannschafts-Boykott sei eine "Falschaussage". Mannschaftssprecher und Torhüter Frederic Löhe wollte sich zu dem Brief nicht äußern, sagte nur: "Der Trainer und die Mannschaft sind ein Team. Mehr werde ich zu dem Thema nicht sagen." Die Spieler des FC Gießen haben ihr September-Gehalt im Oktober mit rund zwei Wochen Verspätung und ihr Oktober-Gehalt im November noch gar nicht erhalten. "Im Brief geht es um das Oktober-Gehalt", erklärt der Abteilungsleiter Fußball, Andreas Heller. Die aktuellen finanziellen Probleme sind laut dem mittlerweile zurückgetretenen Geschäftsführer Jörg Fischer auf ausstehende Sponsorengelder zurückzuführen. Über die verspäteten Gehaltszahlungen hatte diese Zeitung bereits vergangenen Freitag berichtet. [url='https://www.giessener-allgemeine.de/sport/fc-giessen/markus-haupt-soll-dienstagabend-fischer-nachfolger-werden-13247393.html']Am Dienstagabend tagt der Vorstand auf einer Sitzung und will den kommissarischen Nachfolger des am Samstag zurückgetretenen Geschäftsführers Jörg Fischer bestimmen.[/url] Erster Kandidat dafür ist Markus Haupt, der ohnehin neuer Geschäftsführer der geplanten, aber noch zu gründenden neuen Kapitalgesellschaft werden soll. Trainer Daniyel Cimen erklärte am Dienstagabend nach dem Training: "Wir sollten uns langsam mal wieder auf das Sportliche konzentrieren und allen Fokus auf das Samstags-Spiel legen." Dann tritt der FC Gießen um 14 Uhr beim viertplatzierten FC Homburg an.
    [b]Grau[/b] [b]is[/b] [b]alle Theorie[/b] [b]entscheidend[/b] [b]is auf'm Platz[/b]
  • Hierzu noch ein Bericht: [url='https://www.mittelhessen.de/sport/fussbal/fc-giessen/fc-giessen-von-einem-streik-war-nie-die-rede_20778069#']FC Gießen: "Von einem Streik war nie die Rede"[/url]

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  • [url='https://www.giessener-allgemeine.de/sport/fc-giessen/giessen-finanzierung-saisonende-nicht-gesichert-13279781.html']FC Gießen: Finanzierung bis Saisonende nicht gesichert | FC Gießen[/url] [size=14]FC Gießen: Finanzierung bis Saisonende nicht gesichert[/size] [align=justify][size=14][/size][size=22][/size][size=12]In den kommenden Wochen entscheidet sich die Zukunft von Fußball-Regionalligist FC Gießen. Investoren müssen einspringen.[/size] Sportlich hat der FC Gießen in der Fußball-Regionalliga Südwest alle Hände voll zu tun, den Klassenverbleib zu erreichen. Fünf Zähler Rückstand weist der FC vor der Winterpause derzeit auf einen sicheren Nicht-Abstiegsplatz auf. Das Trainerteam um Daniyel Cimen verweist immer wieder auf die Hoffnung, eine gemeinsame Winter-Vorbereitung durchziehen zu können und dann als Kollektiv "die nötigen Punkte einzufahren". Die Basis dafür, dass das überhaupt möglich ist, muss allerdings zunächst in den kommenden Wochen abseits des Rasens gelegt werden. Zwar wurde das Oktober-Gehalt mittlerweile gezahlt, die Zahlung des November-Gehalts an die Mannschaft aber steht noch aus. Dass der FC Gießen die Saison in der Regionalliga Südwest zu Ende spielt, ist Stand 9. Dezember 2019 alles andere als gesichert. Die Finanzierung des Spielbetriebs bis zum Saisonende ist aktuell nicht garantiert. [size=14]Gründung der Kapitalgesellschaft ist Grundvoraussetzung [/size]Nur wenn die Ausgliederung in die noch zu gründende Kapitalgesellschaft Anfang 2020 gelingt und sich zahlungskräftige Kapitalanleger finden, ist der Spielbetrieb des FC Gießen bis zum Saisonende gesichert. "Wir arbeiten mit Hochdruck an der Kapitalgesellschaft", sagt der kommissarische Geschäftsführer Markus Haupt. "Dass die GmbH nun erst im neuen Jahr gegründet werden soll, hat rein steuerrechtliche Gründe. Wir hätten noch einen Jahresabschluss vorlegen müssen, um das Ganze im Jahr 2019 durchzuziehen. Ziel ist es, die neue Kapitalgesellschaft Anfang des Jahres 2020 auf den Weg zu bringen." Voraussetzung für die Ausgliederung des Spielrechts in die Kapitalgesellschaft ist die Zustimmung der Mitglieder auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung. [size=14]Markus Haupt: "Es gibt mehrere Investoren, die zugesagt haben" [/size]Markus Haupt sagt: "Es gibt mehrere Investoren, die zugesagt haben. Zudem führen wir weiterhin Gespräche." Bei den potenziellen neuen Geldgebern handelt es sich um Großinvestoren, die hohe fünfstellige oder niedrige sechsstellige Summen investieren wollen – und dann als Gesellschafter des FC Gießen agieren würden. Diese Gesellschafter hätten dann entscheidendes Mitspracherecht – und versprechen sich langfristig durch die Vermarktung der ersten Mannschaft Erlöse. Der FC Gießen weist vor der Winterpause einen Zuschauerschnitt von 1824 Besuchern pro Partie im Waldstadion auf. Durch den Rücktritt von Geschäftsführer Jörg Fischer wurde zudem Raum für eine neue Führung geschaffen – dieser könnte auch von neuen Gesellschaftern gefüllt werden. Die kommenden Wochen werden also wegweisende für die Zukunft des FC Gießen sein. Quelle: [url]www.giessener-allgemeine.de/[/url] [/align]

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  • FC Gießen: Haupts sechsköpfiges Team entscheidet nun

    • vonSven Nordmann


    Die Zukunft von Fußball-Regionalligist FC Gießen ist weiter ungewiss. Dirk Schäfer, bis dato für die Sponsoren zuständig, hat mit sofortiger Wirkung gekündigt. Markus Haupt versucht den FC Gießen durch Generierung von Investoren zu retten.


    Wie ist die aktuelle Situation des FC Gießen vor dem Jahreswechsel?
    Weiterhin bedenklich. Markus Haupt als kommissarischer Geschäftsführer ist bemüht, die Finanzierung bis zum Saisonende zu sichern. "Wir arbeiten weiterhin daran, dass wir finanziell auf sicheren Füßen stehen und bis zum Saisonende abgesichert sind." Seit rund drei Wochen führe er "intensive Gespräche" - in etwa die Zeitspanne also, seitdem Haupt den Posten von Jörg Fischer übernommen hat. Der Verein steht vor wegweisenden Entscheidungen: Wie und durch wen wird der Spielbetrieb finanziell abgesichert? Muss die Gehaltsstruktur überdacht werden? Und bahnt sich mit Markus Haupt an der Spitze ein Führungswechsel an? Derzeit ist die Unsicherheit im Verein groß. Ausdruck dessen: Dirk Schäfer, bisher zuständig für Marketing und Sponsoring, hat mit sofortiger Wirkung schriftlich gekündigt. Nicht nur die Mannschaft, auch die Mitarbeiter des Vereins warten seit Oktober immer wieder auf ihr Gehalt. Auch im Dezember soll sich die Zahlung der Mannschaftsgehälter bis zum Monatsende hingezogen haben. Haupt arbeitet daran, mehr Kontinuität zu schaffen, weiß, dass die Hinhaltetaktik nicht eine halbe Saison gefahren werden kann.


    Ist Markus Haupt als kommissarischer Geschäftsführer derzeit auf sich alleine gestellt?
    Haupt hat im Hintergrund ein neues, sechsköpfiges Team zusammengestellt, das sich vor allem um die Kapitalgesellschaft und das Generieren von Investoren bemüht. "Das sind Leute, die beraten, helfen, Kontakte herstellen. Wir arbeiten vertrauensvoll zusammen, haben viele Ideen. Wir sind optimistisch, dass wir die Situation bewältigen können." Dirk Schäfer ist zurückgetreten, Abteilungsleiter Andreas Heller weilt bis Anfang Januar im Urlaub, Jörg Fischer hat sich seit seinem Rücktritt zurückgezogen, befindet sich derzeit ebenfalls im Urlaub. Auch der Vorsitzende Dominik Fischer und Rechner Alexander Schmandt wirkten zuletzt nur noch im Hintergrund. Die Gespräche mit Investoren werden vom sechsköpfigen Team geführt. Eine neue Führung mit Markus Haupt an der Spitze bietet viele Chancen. Lesen Sie dazu auch dazu den Kommentar.


    Wann kommt die Kapitalgesellschaft, durch die Anteile veräußert werden können?
    Im Herbst 2019 sagte Jörg Fischer noch, dass es das Ziel sei, mit der neuen Kapitalgesellschaft zum Jahresanfang 2020 handlungsfähig zu sein. Diese Kapitalgesellschaft diene als Basis für die Zukunft - Anteile könnten an Kapitalanleger veräußert werden. Die Gesellschafter hätten entsprechend ihren Anteilen Mitspracherecht. Doch nun erklärt Haupt: "Die Ausgliederung braucht ganz, ganz viel Zeit." Nach weiteren Gesprächen mit Vertretern der Regionalliga Südwest und dem SSV Ulm sei nun klar, dass das "Ganze mindestens ein halbes Jahr in Anspruch nimmt". Sprich: Frühestens im Frühjahr kann mit der Kapitalgesellschaft gerechnet werden. Haupt sagt: "Wir arbeiten an einer Zwischenlösung, um bis zum 30. Juni auf finanziell sicheren Füßen zu stehen." Die Zwischenlösung sieht vor, dass eine Sponsoren-GmbH gegründet werden soll - die Beträge für die spätere Anteilserwerbung werden schon gezahlt, die Finanzierung soll so gesichert werden. Haupt: "Es gibt Zusagen. Wir reden bislang von einer kleinen Gruppe, aber wir führen kontinuierlich weitere Gespräche."


    Wie konnte es so weit kommen, dass der FC Gießen erhebliche finanzielle Probleme hat?
    Das fragt sich im Grunde jeder im Verein. Trotz rund 800 000 Euro Einnahmen durch externe Sponsoren (Dienstleistungen wie Catering mit eingerechnet) musste der FC die Gehälter an die Mannschaft seit drei Monaten verspätet auszahlen. Die naheliegendste Erklärung: Hauptsponsor GHI, deren Geschäftsführer Jörg Fischer ist, durchlebt schwierige Zeiten. Die Rechnung, die mit dem Sportlichen Berater Franz Gerber gemacht wurde, dass die Zuschauererlöse und die Einnahmen der externen Sponsoren als Basis dienen und der Rest von GHI beigesteuert wird, geht nicht mehr auf - und der FC hat existenzielle finanzielle Probleme.


    Welche personellen Veränderungen sind zu erwarten?
    Markus Haupt, der ein Autohaus in Grünberg besitzt, erklärt kurz nach Weihnachten: "Alles kommt auf den Prüfstand, denn irgendwie sind wir ja in diese Lage gekommen." Dirk Schäfer ist nun weg. Weitere Veränderungen auf dieser Ebene sind denkbar. Das Sportliche ist von allem bis dato unberührt - nur der Kontrakt mit Luca Teller (nun RW Hadamar) wurde aufgelöst. Sammy Kittel wurde nahegelegt, dass er sich einen neuen Verein suchen kann - der Verein wäre für eine Leihe oder einen festen Wechsel offen. Trainer Daniyel Cimen sagte gestern: "Ich würde den Kader gerne verkleinern. Aber wir müssen abwarten, wie wir uns aufstellen: Können wir mit dem eingeplanten Budget arbeiten oder müssen wir einsparen?" Im Sinne der langfristigen Gesundung sollte dieses Denkmodell in Betracht gezogen werden: Großverdiener werden im Winter ziehen gelassen - oder sie verzichten auf Gehalt (siehe Kommentar).


    Wie sieht es sportlich vor dem Trainingsstart am 13. Januar aus?
    Zum Start der Winter-Vorbereitung fehlt nur Innenverteidiger Oliver Laux, der aber nach der Reha einen neuen Anlauf nehmen will. Getestet wird unter anderem am 25. Januar gegen Michael Finks Hanau 93 in Gießen und am 29. Januar gegen Bad Vilbel in Gießen. Der Ligastart erfolgt am 22. Februar - mit einem Gastspiel beim TSV Steinbach Haiger. Auf diesen trifft der FC im Halbfinal-Highlight des Hessenpokals im Waldstadion auch Anfang März. Mit einem Sieg wäre der FC nur noch ein Spiel vom DFB-Pokal und garantierten Einnahmen in Höhe von mindestens 150 000 Euro entfernt. In der Liga sind es aktuell fünf Punkte Rückstand auf den ersten sicheren Nichtabstiegsplatz. Das Trainerteam setzt große Hoffnung darin, eine gemeinsame Vorbereitung zu absolvieren - die gab’s aufgrund der auseinandergezerrten Personalplanung im Sommer nicht. Cimen: "Der Klassenerhalt wäre nach diesem Halbjahr ein riesiger Erfolg."


    Quelle: Gießener Allgemeine
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  • FC Gießen: Diese Vereinbarung symbolisiert die Zeitenwende

    • Sven Nordmannvon Sven Nordmann


    Jörg Fischers Netzwerk begleicht alle offenen Posten bis 31. Dezember 2019. Danach steht Markus Haupt in der Verantwortung. Diese Vereinbarung symbolisiert den Führungswechsel beim FC Gießen.


    Jörg Fischers Rücktritt als Geschäftsführer des FC Gießen Ende November 2019 war nur der Vorbote - Anfang 2020 wird klar: Der Führungswechsel innerhalb des Fußball-Regionalligisten wird mit Jahresbeginn konsequent vollzogen. Der neue Geschäftsführer Markus Haupt und Jörg Fischer haben die Vereinbarung getroffen, dass Fischers Netzwerk alle offenen Beträge bis zum 31. Dezember 2019 begleicht - und sich danach aus der finanziellen Verantwortung zurückzieht. Das bestätigt Haupt: "Die Vereinbarung sieht vor, dass alle offenen Zahlungen, die bis Ende 2019 aufgelaufen sind, von ihm bzw. der alten Vereinsführung beglichen werden. Zum 1. Januar soll es einen klaren Neuanfang geben". Ohne Altlasten.

    Fischer: "Vielleicht werde ich ein normaler Partner"

    Fischer selbst sagt: "Ich will mit meinen Partnern die Altlasten von 2019 begleichen. Danach werde ich mich definitiv nicht mehr in dem Maße wie bisher engagieren." Mit Fischer dürften sich auch sein Sohn, Vorsitzender Dominik Fischer, und Rechner Alexander Schmandt aus der ersten Reihe zurückziehen. Damit endet eine Ära. Noch befindet sich die Geschäftsstelle des FC in Linden, in den Räumen von Fischers Gesellschaft für Handel und Immobilien (GHI). Haupt will das Zentrum nach Gießen verlagern.

    Haupt: "Das ist Grundvoraussetzung für die neuen Investoren"

    Ab dem neuen Jahr übernimmt Haupt mit seinem sechsköpfigen Team die Verantwortung. In einem Treffen mit den potenziellen neuen Investoren bekräftigte Fischer persönlich dieses Vorhaben. "Es ist Grundvoraussetzung für die neuen Investoren, dass der alte Ballast abgeworfen ist", sagt Haupt. "Das ist allerdings noch nicht komplett geschehen. Damit würde eine große Last abfallen." Nach Informationen dieser Zeitung belaufen sich die aufgelaufenen Kosten auf einen mittleren sechsstelligen Betrag.

    Der FC Gießen hat seit Oktober mit erheblichen finanziellen Problemen zu kämpfen und hat die Gehälter an Mannschaft und Mitarbeiter immer wieder nur verspätet auszahlen können. Zuletzt äußerte sich der neue Geschäftsführer Haupt vorsichtig optimistisch: "Wir arbeiten im neuen Team vertrauensvoll zusammen, haben viele Ideen. Wir arbeiten daran, dass wir finanziell auf sicheren Füßen stehen und sind optimistisch, dass wir die Situation bewältigen können."

    Haupt: "Wir wissen, welche Summe wir bis zum Sommer aufbringen müssen"

    Die neue Führung ist darum bemüht, abzuarbeiten und aufzuräumen, Klarheit über den Ist-Zustand zu schaffen und den Fortbestand des FC Gießen zu sichern - notfalls mit einem geordneten Abstieg in die Hessenliga. "Wir erstellen mittlerweile einen Business-Plan für die Rückrunde", sagt Haupt. "Wir wissen, was wir zu stemmen haben und welche Summe wir bis zum Sommer aufbringen müssen."

    Neuer Raum an der Klubspitze wird frei

    Helfen soll dabei vor allem die Investoren-GmbH, die als Zwischenlösung bis zur Gründung einer Kapitalgesellschaft dienen soll. Bei den neuen Investoren soll es sich vornehmlich um Privatleute und nicht um Firmen handeln.

    Zum einen wird durch den Rückzug von Fischer und GHI als Hauptsponsor neuer Raum an der Klubspitze frei, andererseits entsteht zunächst einmal eine große zu schließende Lücke. Fest steht: Die Sicherheitsfirma Roscher wird bis zum Saisonende Trikotsponsor bleiben. Welche Befugnisse in Sachen Mitgestaltung neuen Investoren eingeräumt werden, dürfte zuvorderst von der Summe abhängen, die sie einbringen.

    Auf dem Papier Klarheit in Sachen Benefizspiel

    Zumindest auf dem Papier herrscht mittlerweile auch in der Causa "Benefizspiel gegen Eintracht Frankfurt" etwas mehr Klarheit. Den Erlös aus der Oktober-Partie, eine mittlere fünfstellige Summe, sind die Gießener bislang schuldig geblieben. Nicht einmal eine offizielle Abrechnung über Zuschauer- und Cateringeinnahmen liegt vor. Die Sportstiftung Hessen ist drei Monate lang vertröstet worden, ehe diese dem FC Gießen nun eine Frist bis zum 15. Januar gesetzt hat.

    FC und Sportstiftung haben mittlerweile allerdings eine schriftliche Vereinbarung unterzeichnet, in der festgehalten ist, dass die Summe in Teilbeträgen gezahlt wird. Bis kommenden Mittwoch ist die erste Tranche in Höhe von 15 000 Euro fällig.

    Kaderplanung weiterhin offen

    Sportlich startet der FC Gießen am Montag in die Vorbereitung auf die Restrunde. Das erste Testspiel steht am 18. Januar beim Gruppenligisten SG Waldsolms an, Ligastart ist am 22. Februar beim TSV Steinbach Haiger. Die Weichen für eine gesicherte Zukunft des FC Gießen werden im Hintergrund gestellt - inwieweit das Auswirkungen auf die Kaderplanung und die restliche Saison hat, ist Anfang Januar noch immer ungewiss. Die Bereinigung der Altlasten ist die Voraussetzung für das Einsteigen der neuen Investoren - dieses finanzielle Volumen gibt dann die Richtung für die Kaderplanung vor. Sinnbildlich soll es für den Regionalligisten beim semiprofessionellen Monopoly im neuen Jahr zurück auf Los gehen.


    Quelle: https://www.giessener-allgemei…zeitenwende-13431512.html

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  • FC Gießen: Überraschender Abgang in der Winterpause

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    Auf die Dienste von Noah Michel kann der FC Gießen nicht mehr bauen. FOTO: FRIEDRICH © Harald Friedrich


    von Michael Schüssler


    Fußball-Regionalligist FC Gießen wird ab sofort auf Noah Michel verzichten müssen. Der Angreifer hat den Verein um Vertragsauflösung gebeten.

    "Ich habe ein Angebot zur Festanstellung als Fachkraft für Lagerlogistik in Nidda ab dem 1. Februar angenommen und mich für die berufliche Zukunft entschieden", erklärte Noah Michel. "Die Entscheidung ist mir allerdings sehr schwer gefallen, weil ich eine tolle Zeit in Gießen hatte." FC Gießen: Noah Michel war anderthalb Jahre für Gießener aktiv.

    Michel vor Wechsel zu Türk Gücü Friedberg

    Der Licher absolvierte 19 Partien für den FC Gießen ist der Regionalliga Südwest und erzielte dabei zwei Treffer. Nur in der Begegnung gegen den 1. FC Saarbrücken (Endstand 0:2) kam der 24-Jährige nicht zum Einsatz, dies war aber einer Gelb-Sperre geschuldet. Knapp anderthalb Jahre war der Offensivspieler für den FC aktiv, nun ist dieses Kapitel beendet. Michel steht nun vor einem Wechsel zu Hessenligist Türk Gücü Friedberg.

    FC Gießen: Bisher keine Zugänge

    Beim FC Gießen hat sich bislang in Sachen möglicher Zugänge nichts getan, dies bestätigte Cimen, der sich mit seiner Mannschaft seit Montag akribisch auf die Restrunde der Regionalliga Südwest vorbereitet, die am 22. Februar mit dem Gastspiel beim TSV Steinbach Haiger ihre Fortsetzung findet.


    Quelle: https://www.giessener-allgemei…winterpause-13439404.html

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  • Es geht weiter beim FC Gießen

    Markus Haupt bringt Sponsorengesellschaft auf den Weg. Januar-Gehälter können fließen, aber "jetzt geht die Arbeit erst richtig los."

    Von Rüdiger Dittrich
    Auch wenn der Ball ein wenig ramponiert ist, er rollt weiter im Gießener Waldstadion. Zumindest ist der erste Schritt getan.  Archivfoto: Friese

    Auch wenn der Ball ein wenig ramponiert ist, er rollt weiter im Gießener Waldstadion. Zumindest ist der erste Schritt getan. Archivfoto: Friese


    GIESSEN - Es geht weiter beim Fußball-Regionalligisten FC Gießen. Nach einer weiteren Sitzung mit den potenziellen Geldgebern am Montagabend "kann ich diese gute Nachricht jetzt schon mal verkünden", sagte (Interims)-Geschäftsführer Markus Haupt am Dienstagvormittag.

    Soll heißen: Die schon zuvor weit gediehenen Verhandlungen mit den sechs angehenden Gesellschaftern konnte Haupt insofern zu einem guten Ende führen, als dass "wir die nächsten Tage die Januarzahlungen an die Mannschaft fließen lassen können". Dabei waren nach wochenlangen Vorarbeiten nun nur noch Vertragsdetails zu klären, "da müssen wir an der ein oder anderen Stelle noch nachjustieren und austarieren", so Haupt, der in den vergangenen Wochen einen wahren Sitzungs-Marathon hinter sich gebracht hat, um den Spielbetrieb in der vierten Liga zu sichern. "Die Sponsorengesellschaft ist damit auf den Weg gebracht", weiß Haupt.


    Von der Sechser-Runde der Unterstützer will allerdings keiner öffentlich in Erscheinung treten. Das Wichtigste sei gewesen, "jetzt erst einmal die Zahlungen an die Spieler in Angriff zu nehmen", sagt Markus Haupt, der "bis zum ersten Spiel", das am 22. Februar beim TSV Steinbach-Haiger auf dem Plan steht, auch die Geschäftsstelle von Linden nach Gießen verlegen will. Am 31. März wäre in den Räumlichkeiten im Gewerbegebiet Linden sowieso Schluss gewesen, weil, wie ein Insider weiß, "das Gebäude neu vermietet wird". Der FC Gießen will seine Geschäftsstelle künftig im sogenannten Scheibenhaus im Waldstadion unterbringen, um von dort die Geschicke des Vereins zu steuern.


    Zu den Vertragsmodalitäten gehört dem Vernehmen nach auch, dass der ehemalige FC-Geschäftsführer Jörg Fischer die noch zu begleichenden Kosten bis zum 31. Dezember 2019 übernehmen wird. Das habe er zugesichert, heißt es. Darunter auch das Dezembergehalt für die Mannschaft. Wann das gezahlt wird, ist offenbar noch unklar. Haupt will sich "künftig dazu aber nicht mehr äußern." Das ist verständlich. Denn mit der Nachricht vom Dienstagvormittag ist die Ära Fischer beim FC Gießen ad acta gelegt, aber mit der Nachricht vom Dienstagvormittag ist auch erst ein Schritt von vielen geschafft. Wenn auch ein wesentlicher. "Die Arbeit geht jetzt erst richtig los", gibt sich Haupt auch keinen Illusionen hin. So gelte es nun, sich für die Heimspiele adäquat aufzustellen. "Wir haben schon viele Leute gefunden, die ehrenamtlich an den Spieltagen tätig sein wollen", sagt der Mann aus dem Lumdatal. "Allerdings brauchen wir noch weiter tatkräftige Unterstützung." Und auch weitere Geldgeber, die in die Sponsorengesellschaft einsteigen wollen. Immerhin ist der erste Schritt getan: Es geht weiter. Nach wochenlanger Hängepartie war die Unsicherheit groß, ob dieser Satz jemals ausgesprochen werden könnte.


    Weiter geht es auch für den Teil des Vereins, der sich nach den wirtschaftlichen Turbulenzen um die sportlichen Voraussetzungen kümmern muss: Die Mannschaft von Daniyel Cimen testet am Mittwochabend um 19.30 Uhr in Lich gegen den FV Bad Vilbel. Mit der frohen Botschaft konfrontiert, dass das Geld für Januar kommt, "das ist positiv und bringt etwas Ruhe rein, auch wenn natürlich das mit den Altlasten noch zu klären ist", gibt der Trainer zu bedenken, der gegen den Tabellen-15. der Hessenliga "auch noch mal ein anderes System testen will". Denn noch hat die heiße Phase der Vorbereitung nicht begonnen. Bisher ist Cimen "insgesamt zufrieden". So sei positiv zu vermerken, dass "wir auch gegen Hanau zu null gespielt haben, das hat die Mannschaft gut gemacht." An der Chancenverwertung müsse man, trotz des 4:0-Sieges gegen die Elf von Michael Fink, "aber noch arbeiten, da hat uns im Abschluss, aber vor allem auch im Spiel im letzten Drittel die Präzision gefehlt", nimmt der ehemalige Bundesligaspieler seine Mannen in die Pflicht. Beim heutigen Test werden Andrej Markovic (erneut Knieprobleme), Christoph Schadeberg und Tim Korzuscheck noch verletzungsbedingt pausieren. Bei den beiden Letzteren hofft Cimen, dass sie "nächste Woche voll einsteigen."


    Eng wird es unterdessen mit der im Kampf um den Klassenerhalt benötigten Verstärkung für das offensive Mittelfeld. Nach dem Japaner Ito, mit dem sich der FCG nicht einig wurde, ist auch der beim VfL Bochum ausgebildete Gastspieler Michael Martin keine Option. "Er hat einen ordentlichen Eindruck gemacht, hat viel Talent, aber wir brauchen einen Spieler, der uns sofort hilft und im Mittelfeld Impulse setzt", begründet Cimen die Absage an den 19-Jährigen. Am 31. Januar um null Uhr schließt das Transferfenster. Weiter geht's, FC Gießen.


    Quelle: https://www.giessener-anzeiger…beim-fc-giessen_21128140#

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  • Berufliche Perspektive für Cecen

    RL SÜDWEST/HESSENLIGA: +++ Mittelfeldspieler verlässt FC Gießen und wechselt zu Türk Gücü Friedberg +++ Trainer Cimen: Schade, aber in der aktuellen Situation nachzuvollziehen. +++


    "Timo hat mich am Mittwochabend angerufen und mitgeteilt, dass er gehen will. Das ist sehr schade, aber er hat mir seine Beweggründe erklärt, ich kann das nachvollziehen", sagt Daniyel Cimen, Trainer des FC Gießen zum gestern bekannt gegebenen Wechsel seines Mittelfeldregisseurs Timo Cecen zum Fußball-Hessenligisten Türk Gücü Friedberg.


    Der 25-jährige ehemalige Jugendnationalspieler, der 2017 vom FC Homburg zunächst zu den Watzenborner Teutonen in seine mittelhessische Heimat gewechselt war und für die Grün-Weißen und den Nachfolgeverein FC Gießen in 61 Spielen 27 Tore erzielte, "hat bei Friedberg eine berufliche Perspektive, die er nun angehen will", berichtet Cimen über dessen Beweggründe. Cecens Vertrag beim FC lief zum Saisonende aus.


    "Es ist momentan schwierig, Verhandlungen mit den Spielern zu führen", weiß der Gießener Trainer, der darauf hofft, dass "es jetzt bald eine Entscheidung gibt, um endlich zu wissen, wie es weitergeht." Für Cecen geht es jedenfalls bei Türk Gücü Friedberg weiter, wo bereits sein Ex-Mitspieler Noah Michel untergekommen ist.


    Quelle: https://www.fupa.net/berichte/…e-fuer-cecen-2647457.html

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  • Wo die Reise hingeht ...

    FC Gießen wird allen Widrigkeiten zum Trotz die Lizenz für die Fußball-Regionalliga Südwest beantragen.


    GIESSEN (rd).

    Man konnte angesichts der finanziellen Schieflage des FC Gießen nicht unbedingt davon ausgehen, dass einer der Topverdiener wie Timo Cecen seinen sowieso auslaufenden Vertrag beim Fußball-Regionalligisten verlängern würde. Zu unsicher war die Lage des Vereins vor der Corona-Krise, zu unsicher ist die gesamte Lage (in allen Bereichen) auch jetzt. Mehr denn je.


    Und so nahm Trainer Daniyel Cimen den Wunsch seines Mittelfeld-Lenkers zwar mit Bedauern zur Kenntnis, aber auch mit Verständnis. "Dass Timo eine berufliche Perspektive bei Türk Gücü Friedberg erhält, ist für ihn natürlich ungeheuer wichtig. Es zeigt aber auch, wo die Reise bei diesem Verein hingehen soll, sie werden in der Hessenliga sicher eine sehr ambitionierte Rolle spielen." Und das nicht nur, weil außer Cecen auch FC-Angreifer Noah Michel bereits zu Beginn des Jahres dem Ruf in die Wetterau folgte.


    Bei Türkgücü gebe es offensichtlich "ein prall gefülltes Geld-Köfferchen", sagt einer aus dem Umfeld des FC Gießen. Was freilich den Gießenern selbst auch ganz gut zu Gesicht stünde. Markus Haupt, immer noch Interims-Geschäftsführer, wobei die Bezeichnung "Interims" angesichts seines vielfältigen Engagements nur noch formaljuristisch Bestand hat, ist weiterhin optimistisch, was die Waldstadion-Elf betrifft. Paradox ist dabei, dass dem in Schieflage befindlichen Verein die Krise fast zupasskam, denn über Kurzarbeit ist der Verein über kurz oder lang ein Stück weit entlastet.


    Klarheit erwünscht Gleichwohl "konnten wir jetzt auch schon wieder zwei Abschlagszahlungen an die Spieler leisten", sagt Haupt, der zudem bestätigt, dass "wir mit zwei, drei Spielern im Gespräch sind". Untätig ist man nicht beim mittelhessischen Fußball-Aushängeschild, aber auch Cimen weiß, dass "das jetzt natürlich alles enorm schwierig ist". Normalerweise beginne man die Kaderplanung für die kommende Saison Anfang des Jahres, daran sei aufgrund der damals kolportierten Schieflage des Vereins nicht zu denken gewesen, "jetzt kommt die Krise hinzu, da weiß ja keiner, wie es weitergeht." Schrecken lässt sich der 35-Jährige davon nicht: "Ich bin keiner, der vor Herausforderungen davonläuft, das ist eine riesige Herausforderung, aber wenn es so weit ist, werde ich sie annehmen." Der Ex-Profi meint damit, dass (nicht nur) er endlich Klarheit haben möchte, wie es mit der Regionalliga weitergeht. "Das erwarten wir alle sehnlichst." Auch die Spieler im Übrigen, die nach wie vor "Hilfestellung und Trainingspläne" an die Hand bekämen, um sich soweit fit zu halten - "ich muss den Jungs da vertrauen. Und das tue ich auch." Interessiert hat der Übungsleiter die Abstimmung in der Regionalliga West beobachtet, wo eine Mehrheit der Vereine für einen Abbruch der Saison votierte. Auch Haupt denkt, dass "das wohl in die Richtung geht". Allerdings werde erst Anfang Mai eine endgültige Entscheidung für die Regionalliga getroffen. "Dann wissen wir, wo die Reise hingeht."


    Cimen würde die Reise in Gießen weiter mitmachen, "wenn wir in der Regionalliga bleiben, da habe ich dann ja auch noch ein Jahr Vertrag". Die Lizenz-Unterlagen müssen bis 15. Mai eingereicht sein, "auch da sind wir dran", sagt Haupt, der die vierthöchste Liga "natürlich" als Option sieht, wenn die Entscheidung der höheren Instanzen endlich gefällt ist. Das wird so oder so ohne Timo Cecen geschehen. Und dass es noch mehr Aderlass geben dürfte, dürfte klar sein. So ist Vaclav Koutny seit Beginn der Krise in seiner tschechischen Heimat. Er, so heißt es beim FC, wird sicher auch nicht mehr zurückkehren.


    Quelle: https://www.giessener-anzeiger…ie-reise-hingeht_21589872

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  • FC Gießen: Diese elf Spielerverträge verlängern sich automatisch

    von Sven Nordmann


    Bei einer vorzeitigen Beendigung der Fußball-Regionalliga Südwest wäre der FC Gießen ein Nutznießer. Wir sagen, weshalb die Probleme dann aufgeschoben, aber nicht aufgehoben sind.

    Die bisher in ihrer Turbulenz einmalige Saison 2019/20 des FC Gießen könnte in den nächsten Tagen um eine Kuriosität reicher werden: Sollte die Fußball-Regionalliga Südwest abgebrochen werden, dann hätte die Situation rund um das Coronavirus den FC Gießen fast im Alleingang gerettet. Durch die aktuelle Saisonunterbrechung konnte der Verein den Großteil der Personalkosten komplett einsparen, indem er auf 100 Prozent Kurzarbeit geschaltet hat.

    Bezahlt werden müssen nur noch Hofmann, Spang und die 450-Euro-Kräfte

    Bezahlt werden müssen seit dem 16. März nur noch die beiden Werkstudenten Christopher Spang und Johannes Hofmann sowie die 450-Euro-Kräfte. Sollte die Saison abgebrochen werden, entfällt der Großteil der Personalkosten bis zum Sommer - und diese sind die finanziellen Hauptposten des angeschlagenen Regionalligisten, dem im Februar noch rund 200 000 Euro zur Restfinanzierung der laufenden Saison fehlten.

    Geisterspiele würden den Verein wie viele andere Viertligisten nicht nur finanziell belasten, sondern ihn voraussichtlich in die Zahlungsunfähigkeit treiben. Schließlich würde die Kurzarbeit bei Wiederaufnahme des Spielbetriebs nicht mehr greifen, die Austragung von Partien ohne Zuschauer zusätzliche Kosten verursachen.

    Haupt: "Wir hoffen, dass in der zweiten Mai-Woche eine Entscheidung getroffen wird"

    Welche Folgen wiederum eine Unterbrechung und eine geplante Fortführung des Spielbetriebs im Herbst 2020 hätte, ist aktuell nicht absehbar. Der Hessische Fußballverband hat in seiner geänderten Spielordnung jedenfalls klar gemacht, dass die Spielerverträge bis zum Ende der Saison - wann auch immer das sein möge - gelten würden. Mit einem Saison-Abbruch hätte der FC Klarheit - und Corona dem Verein paradoxerweise Luft verschafft.

    "Wir hoffen, dass in der zweiten Mai-Woche eine Entscheidung von der Regionalliga getroffen wird", sagt der kommissarische Geschäftsführer Markus Haupt. Ein Abbruch hätte den weiteren Vorteil, dass der derzeit auf einem Abstiegsplatz rangierende FC Gießen die Regionalliga Südwest halten könnte - "sie verspricht mehr Attraktivität als die Hessenliga", weiß Markus Haupt.

    Der Kontrakt von Trainer Cimen und elf Spielern verlängert sich bei Klassenerhalt

    Das wiederum spielt bei der künftigen Sponsorensuche eine gewichtige Rolle, denn: Die Probleme des FC Gießen sind aufgeschoben, aber nicht aufgehoben.

    Sollte der Verein die Regionalliga durch den Saisonabbruch ohne Absteiger halten, verlängert sich nicht nur der Kontrakt von Trainer Daniyel Cimen, sondern auch die vergleichsweise kostspieligeren Verträge von gleich elf Spielern automatisch. Dazu zählen die beiden Torhüter Frederic Löhe und Nils Ellenfeld sowie Jure Colak, Sascha Heil, Christopher Spang, Johannes Hofmann, Marco Koch, Tim Korzuschek, Jann Bangert, Jake Hirst und Dimitrios Ferfelis.

    Der FC Gießen würde Stand jetzt mit einem niedrigen sechsstelligen Betrag in die neue Saison gehen

    Dass mit Mittelfeldakteur Timo Cecen nun einer der finanziell besser situierten Akteure den Verein in Richtung Türk Gücü Friedberg verlässt, kommt den Verantwortlichen demnach gelegen. Sie wissen, dass die automatische Verlängerung der teils besser dotierten Altverträge angesichts der knappen Kassen bedenklich ist.

    Noch ist unklar, wann die nächste Spielzeit beginnt - schließlich ist nicht einmal das Ende der aktuellen abzusehen. Der FC Gießen würde bei der Finanzierung der kommenden Spielzeit nicht bei null anfangen, wird sich aber strecken müssen, um einen konkurrenzfähigen Viertliga-Etat zusammenzubekommen. Aktuell verfüge man durch einige Zweijahresverträge mit Sponsoren und Zusagen für die kommende Saison über "einen soliden Grundstock", wie Haupt betont. Der kommissarische Geschäftsführer spricht von einer "sechsstelligen Summe" im niedrigen Bereich.

    Das Engagement des FC Gießen im Krankenhaus wird mit einer Spende belohnt

    Zum Vergleich: In dieser Saison überstiegen die Personalkosten die Millionenmarke deutlich. Kurzfristig also könnte die besondere Corona-Situation dem FC helfen, langfristig dürfte das Virus und die damit einhergehende Unsicherheit in der Wirtschaft die Sponsorengenerierung und das sichere Stemmen eines kostspieligen Regionalligakaders erschweren - es sei denn, der FC einigt sich mit bisherigen Leistungsträgern auf eine Vertragsauflösung/Gehaltsreduzierung und baut verstärkt auf Nachwuchsspieler. 856508761-_93059232_38832514517150_4c_2-3ta7.jpg + © pv

    Seit Anfang April unterstützt der FC das Agaplesion Evangelische Krankenhaus in Gießen - auf vier Schichten am Tag aufgeteilt, dirigieren Spieler und Ehrenamtliche vom Verein Besucher und Patienten des Krankenhauses im Eingangsbereich.

    Haupt: "Die Höhe ist davon abhängig, wie lange wir noch helfen"

    Dieser Einsatz der Fußballer steht in Zusammenhang mit einer finanziellen Gegenleistung, wie das Krankenhaus auf Nachfrage bestätigt: "Wir haben dem Verein eine Spende zugesichert." Auch der kommissarische Geschäftsführer des FC Gießen, Markus Haupt, bestätigt: "Die Zuwendung steht in Zusammenarbeit mit unserem Einsatz im Krankenhaus. Die Höhe ist davon abhängig, wie lange wir noch helfen. Es gibt aber keinen Tages- oder Monatssatz. Noch ist kein Geld geflossen."

    So erhoffen sich beide Parteien von der Zusammenarbeit zu profitieren: Das Evangelische Krankenhaus bekommt personelle Unterstützung, der finanziell angeschlagene FC Gießen nach Absprache eine entsprechende Zuwendung.


    Quelle: https://www.giessener-allgemei…automatisch-13734769.html

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